Eröffnungsfeier

ERÖFFNUNG 100-JAHR-FEIER UND GRAND PRIX
23. Juli 2011 – 19:30 Uhr – Stadthalle Gersfeld, Schlossplatz 11, 36129 Gersfeld (Rhön)
Programm (Moderiert von Dr. Manfred Neider/GFS und Dr. Klaus Hufnagel/DSMM)

Geschrieben von Lothar Schwark

„ Hundert Jahre Segelflug auf der Wasserkuppe sind mehr als nur ein
Geburtstag“! So würdigte Landrat Bernd Woide ein historisches Ereignis von
Internationaler  Bedeutung.  „ Hier begann alles, hier hat es seine
Wurzeln“ resümierte  Woide, der  gleichfalls Vorsitzender der „ Gesellschaft
zur Förderung des Segelfluges auf der Wasserkuppe“(GFS)   ist.

In der Stadthalle Gersfeld begrüßte Woide zahlreiche Ehrengäste, darunter Ehrenpräsident Wolfgang Weinreich vom Deutschen Aeroclub und FAI. Ebenso war DAeC Präsident Klaus Koplin und weitere Vertreter einzelner Luftsportverbände. Galt es doch, das Grand Prix Finale der Segelflieger auf der Wasserkuppe feierlich zu eröffnen. Applaus brandete auf als Landrat Woide Organisatoren und Helfern  für ihren Einsatz beim Grand Prix dankte. „Er sei froh und glücklich diese Veranstaltung auf der Wasserkuppe ausrichten zu dürfen“. Bürgermeisterin Margit Trittin (Gersfeld) zeigte sich stolz das der höchste Berg Hessens (Wasserkuppe - private jet) in ihrer Stadt angesiedelt ist. Das Grand Prix Finale mit Status einer Weltmeisterschaft sei ein bedeutendes sportliches Event. Trittin schätzte die Ausdauer der Segelflugpioniere auf der Wasserkuppe, um an die Anfänge der Darmstädter Studenten im Jahr 1911 zu erinnern. Mit 800.000 Tagesbesuchern sei die Wasserkuppe ein wesentlicher Bestandteil der Wirtschaftskraft. Die Bürgermeisterin zitierte den dreimaligen Segelflugweltmeister Helmut Reichmann. „ Unwesentliches bleibe beim Segelfliegen zurück“  habe dieser Philosophiert. DAeC Präsident Koplin dankte den Veranstaltern für ihre Arbeiten und hoffte dass der Wettergott ein Einsehen hat. Für die erkrankte Meike Müller (Vorsitzende der DAeC BundeskommissionSegelflug) richtete Michael Köster Grußworte aus. An die Nachkriegs- Aufbaugeneration der Wasserkuppe erinnerte Elke Kleber, deren Vater erster Schulleiter auf der Wasserkuppe war. „Der Geist der Wasserkuppe wurde durch diese motivierten Segelflieger maßgeblich gestützt. Schwungvoll untermahlte die Stadtkapelle Gersfeld und Trachtenverein Gersfeld die
Festveranstaltung. Nicht fehlen durfte der Fliegermarsch. IGC Steward Roland Stuck interpretierte den Grand Prix der Segelflieger. Mit einfacheren Regeln wolle man den Segelflug der Bevölkerung darstellen. Mit dem Regattastart  und  Flugwegverfolgungs-system könne man das Luftrennen hautnah auch im Internet verfolgen. Die Organisatoren
hätten gute Arbeit geleistet. Vizepräsident Dr. Manfred Neidert (GFS) berichtete von bis zu 250.000 Flugbewegungen von Modell- Segelflugzeugen und Drachenflieger im Jahr. Firmenchef Tilo Holighaus von Schempp-Hirth in Kirchheim/Teck hielt den Festvortrag. „ Es gäbe noch viele Details im Segelflugzeugbau zu verbessern. „Um die Zukunft im Segel-flugzeugbau sei ihm nicht bange. „Segelflug sei der Inbegriff von Freiheit“ so Holighaus.“ „Dass das Grand Prix Finale auf der Wasserkuppe stattfinde sei er sehr froh“. Holighaus
schätzte ebenfalls den Mitbewerber Segelflugzeugbau Alexander Schleicher in
Poppenhausen. Die Firmen seien stets im sportlichen Vergleich, um noch etwas mehr Leistung aus ihren Konstruktionen zu kitzeln. Als Anerkennung für ihre Bemühungen um den Segelflug überreichte DAeC Präsident Koplin unter großem Beifall an Landrat Bernd Woide, Bürgermeisterin Margit Trittin (Gersfeld) und  Bürgermeister Manfred Helfrich
(Poppenhausen)sowie Vizepräsident der GFS Dr. Manfred Neidert die Ehrenmedaille
des Deutschen Aeroclub in Silber. Vom Förderverein Segelflugmuseum Wasserkuppe erläuterte Dr. Klaus Hufnagel das der Oldtimer Segelflug Club sieben flugfähige Flugzeuge besitzt. Tausende Ehrenamtliche Arbeitsstunden würden von dessen Mitgliedern geleistet. Viele Segelflieger waren gekommen, um dabei zu sein, als das Segelflugzeug Rhönbussard zum beweglichen Kulturdenkmal ernannt wurde. Über die bedeutende Arbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz berichtete Ursula Thomas. Vom Landesamt für Denkmalpflege Hessen übergab Jan Nikolaus Viebrock  die Urkunde eines Technischen Kulturdenkmals an einen strahlenden Karl-Heinz Kellermann (Vorsitzender OSC Wasserkuppe). Dieser platzierte einen kleinen Aufkleber am Holzrumpf des Rhönbussards aus dem Jahre 1937. Als Aufmerksamkeit überreichte Kellermann an Ursula Thomas ein Modell des neuen Kulturdenkmals. Vor Freude führte folgend die Trachtengruppe Gersfeld den „Flieger“ als Tanz auf.

Zum Abschluß des Abends wurden die 19 Grand Prix Piloten aus neun Nationen den zahllosen Gästen vorgestellt. Mit anhaltendem Beifall wurden die Aufwindjäger zu hoffentlich bald stattfindenden Luftrennen verabschiedet.